Gleich vorneweg: Eine Artgerechte Haltung von Landschildkröten ist mit einer reinen Terrarienhaltung nicht möglich.
Wozu dann ein Terrarium? Es kann immer einmal vorkommen das eine Schildkröte erkrankt und man das Tier sofort von dem restlichen Bestand isolieren muß. In dieser sogenannten Krankenstation kann man dann das Fressverhalten des Tieres genau kontrollieren, und die Temperatur exakt an die Bedürfnisse des kranken Tieres anpassen.
Ein weiterer Punkt ist, dass die Jungtiere sehr empfindlich auf die Temperaturschwankungen in unseren Regionen reagieren. Daher empfiehlt es sich diese kleinen Panzer im ersten Jahr im Terrarium später dann im Frühbeet zu halten.
Im Prinzip sollte ein Terrarium genauso aufgebaut sein wie das Freilandgehege, die Tiere benötigen:
Ganz wichtig ist, dass das Substrat immer leicht feucht ist aber nicht schimmelt, neutral riecht und bei der Nahrungsaufnahme nicht schaden kann, trittfest ist und nicht staubt. Geeignet ist z.B. ein Gemisch bestehend aus 70% Floraton-3 und 30% Sand. Absolut ungeeignet sind Holzspäne und Katzenstreu (zu trocken), Rindenhumus und Blumenerde (ist i.d.R. behandelt), Sand (sofern pur verwendet), Pellets, Zeitungspapier...
Für die Schlafstelle kann man Kokosfaser (Kokosblocks) oder Sphagnum-Moos verwenden, beides kann bei Bedarf nachgefeuchtet werden und schimmelt nicht. Die Tiere nehmen beides sehr gerne an und vergraben sich darin.
In den Herbsmonaten empfiehlt es sich das Terrarium bzw. Innengehege an die äußeren Gegebenheiten anzupassen und mit Laub zu füllen (nicht nur an der Schlafstelle) um die Tiere so in Verbindung mit der Zeitschaltuhr gesteuerten Absenkung des Lichts langsam aber sicher auf den Winter vorzubereiten.
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